Zukunftschancen

Wie das Schachmagazin vom Bodensee berichtet, ist sich Matthias Blübaum bezüglicher seiner beruflichen Karrerie noch nicht sicher, während Vincent Keymer sich nach dem Abi erst mal ganz auf Schach konzentrieren möchte. Wir halten fest, dass der eine an der Schwelle zu 2700 kratzt, während der andere gerade mal die 2550 überschritten hat.

Wie sieht die Sache relativ aus? Blübaum ist aktuell die Nr. 81 der Weltrangliste, Keymer ist Nr. 350, aber bei den Junioren die Nr. 24. Der wichtigste Indikator für die Zukunft ist jedoch nicht das Rating im klassischen Schach, sondern das Rating im Blitz.

Zum Vergleich: Bei den Damen wäre man mit 2568 die Nr. 3 der Weltrangliste, sogar noch knapp vor der Weltmeisterin. Elli Pähtz liegt dort mit 2472 auf Rang 19. Nach ihr kommt lange niemand.

 
Nachtrag: Das Match mit Caruana war in der Tat ernüchternd. Es beginnt schon damit, dass Blübaum sich permanent fragt, ob sich Caruana vorbereitet habe. Hallo? Der macht den ganzen Tag lang nichts anderes. Bei einer solch naiven Herangehensweise darf man schon mal die Frage stellen, wieso Blübaum eigentlich so erfolgreich ist. Anyways, hier ist die erste Partie, bei der er eigentlich nur einen signifikanten Fehler gemacht macht. Der Einsteller am Schluss hat Caruana lediglich die technische Verwertung erspart.