Zukunftschancen

Wie das Schachmagazin vom Bodensee berichtet, ist sich Matthias Blübaum bezüglicher seiner beruflichen Karrerie noch nicht sicher, während Vincent Keymer sich nach dem Abi erst mal ganz auf Schach konzentrieren möchte. Wir halten fest, dass der eine an der Schwelle zu 2700 kratzt, während der andere gerade mal die 2550 überschritten hat.

Wie sieht die Sache relativ aus? Blübaum ist aktuell die Nr. 81 der Weltrangliste, Keymer ist Nr. 350, aber bei den Junioren die Nr. 24. Der wichtigste Indikator für die Zukunft ist jedoch nicht das Rating im klassischen Schach, sondern das Rating im Blitz.

Zum Vergleich: Bei den Damen wäre man mit 2568 die Nr. 3 der Weltrangliste, sogar noch knapp vor der Weltmeisterin. Elli Pähtz liegt dort mit 2472 auf Rang 19. Nach ihr kommt lange niemand.

Wunderkind

Unser deutsches Wunderkind durfte mal wieder antreten, diesmal gegen Adams. Sicherlich keine einfache Paarung, aber eine Chance um zu zeigen, welches Niveau man erreicht hat.

Anscheinend hat Leko gemerkt, dass das mit Najdorf auf Dauer nix wird. Wenn einfach kein Stellungsgefühl vorhanden ist, bringt die beste Vorbereitung nichts. Was macht man in einer solchen Situation, wenn man keine Berliner Verteidigung spielen möchte? Richtig, natürlich Caro Kann, denn das ist von allen zweitbesten Eröffnungen immer noch die beste. Man könnte auch mal Französisch antesten, insbesondere weil Meier und Blühbaum damit selbst gegen die Weltspitze erfolgreich sind, aber manche Leute sind einfach prinzipientreu. Leko gehört offenkundig dazu.

Anyways, man kann gegen Adams verlieren, aber man sollte nicht verlieren, wenn Adams zweimal den Vorteil wegschmeißt. Da zeigt sich das Kernproblem. Keymer ist nicht nur langsam, sondern auch taktisch anfällig, und in Zeitnot beides umso mehr. Diese Elfmeter wären von Nihal und Praggdanadddanahadaandaaa problemlos versenkt worden. Das sind Wunderkinder, bei denen man sich nicht permanent wundern muss, warum sie als solche gehandelt werden. Ja ich weiß, wir haben kein anderes.

Heute hat er gewonnen, das heißt, der Sieg wurde ihm de facto vom Gegner aufgezwungen. Darüber beschwert man sich nicht.

Schach in den 90ern

Anfang der 90er, als man gegen Fritz noch locker jedes Endspiel gewinnen konnte, spielten Engines nur eine untergeordnete Rolle. Mit Fritz 5 änderte sich die Situation jedoch schlagartig, denn dieses Programm war durchaus in der Lage, starke Neuerungen gegenüber der im Informator veröffentlichten Theorie zu finden. Meine ersten Analysen machte ich übrigens noch mit einer Hardware-Erweiterung für den PC namens Chess Machine.

Datenbanken gab es damals natürlich auch schon, nicht nur Chessbase (den Dongle habe ich immer noch), sondern auch NiC-Base aus Holland. Aus den Datenbanken habe ich mir meine Vorbilder rausgesucht. Ein Spieler hatte es mir damals ganz besonders angetan, Boris Alterman. Meine Eröffnungsvorbereitung bestand darin, seine Partien zumindest mal gesehen zu haben.

Boris Alterman spielte damals auch sehr erfolgreich den Drachen. Insbesondere hatte er eine Spezialvariante gegen den Aufbau mit 9.0-0-0. Dazu hatte ich tonnenweise Analysen angefertigt, die man natürlich heute komplett in die Tonne treten kann. Damals war das aber noch “State of the Art”, weil man es nicht besser wusste.

In einer langen Partie bekam ich die Stellung leider nie auf’s Brett, dafür aber ein paar andere seiner Varianten im Blitz.

Zwei Trends gingen weitgehend an mir vorbei: Zum einen war es in Mode gekommen, nach Ungarn zu fahren und sich dort quasi den FM-Titel zu kaufen. Zum anderen sprossen dank Engine-Vorbereitung überall neue IMs und GMs aus dem Boden, die zuvor noch 200 Punkte schwächer gespielt hatten. Die Idee bestand darin, ältere Großmeister, die noch auf ihre Karteikarten vertrauten, durch Computerneuerungen vom Brett zu hauen. Wer es nicht glaubt, soll einfach mal bei heute 40-jährigen GMs auf die Elo-Entwicklung achten. Ab 1996 setzt überall der Turbolader ein. Als der Höhepunkt erreicht war, ging Kasparov in Rente, denn er hatte keinen strategischen Eröffnungsvorteil mehr. Weil die Elo-Quellen ausgetrocknet waren, wendeten sich viele dem Poker zu.

Bemerkenswert ist übrigens auch, dass Carlsen ein Konzept aus dem Poker namens “Small Ball” im Schach zum Erfolg geführt hat.

Analysing a Blitz Game

Carlsen and Artemiev slugged it out on Lichess and this game caught my attention. I am doing some brief comments using “The System” to identify candidate moves. Carlsen totally dominates the opening, then despite some subtle maneuvers he gets outplayed and black manages to equalize, but once the queens are off the board he totally rips Artemiev apart. Very impressive as usual!

Ausverkauf

Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen. Bezeichnend sind zwei Beiträge im empfehlenswerten Online-Schachmagazin vom Bodensee (hier und hier).

Auch ich finde es absolut bedauernswert, dass Olympiaden mittlerweile im Armageddon am Frauenbrett ausgeblitzt werden, und man sich anschauen muss, wie eine Spielern mit einem Bauern mehr ein Hilfsmatt konstruiert.

Armenien scheidet aus, weil die Internetverbindung abbricht.

Während ich diesen Beitrag schreibe, ist gerade die Verbindung von Team India zusammengebrochen, und keiner weiß, wie es nun weitergehen soll.

Die Frage ist jedoch, ob Schach nicht ohnehin bereits einen massiven Abstieg zu verzeichnen hat. Was ist denn mit den ganzen auswendig gelernten Computervarianten? Was ist mit den vielen forcierten Remisvarianten? Fischer hat man für verrückt erklärt, weil davon überzeugt war, von den Russen betrogen worden zu sein. Wie ist es ist mit den Sekundanten, die auffällig oft gegen ihren Arbeitgeber verlieren? Das wirkt auch nicht gerade integer.

Schach ist wie Kunst. Früher gab es Qualitätsmaßstäbe, heute nicht mehr. Es macht immer noch Spaß, und darauf kommt es an.

 
Nachtrag: Nun haben sie Russland und Indien die Goldmedallie geschenkt. Absurder geht es wohl nicht.

Framework

Ich lege hier ein Framework für die Drawmeister-Strategie vor, so wie sie mir zumindest selbst vorgeschwebt hat.

Jeder Spieler, der ein Repertoire aufbaut, merkt irgendwann, dass die Arbeit nie abgeschlossen ist. Wir sprechen hier von einer Lebensaufgabe. Dabei muss man notgedrungen Prioritäten setzen. Der Tag, an dem man alles perfekt im Griff hat, kommt nie.

Bei mir war es zum Beispiel so, dass in meinem Verein und auch in der Liga extrem viel Königsindisch gespielt wurde. Das war einfach wegen Kasparov damals groß in Mode. Königsindisch Eröffnung stand damit automatisch im Fokus meiner Vorbereitung. Wenn ich in meine Datenbank schaue, dann habe ich 12 Partien in der Hauptvariante gespielt und dabei eine Elo-Performance von 2398 erzielt. Das lag letztlich auch nur daran, dass ich in einigen Gewinnstellungen noch irgendwelche taktischen Tricks zugelassen habe. Anyways, ich war damals im Königsindisch auf dem aktuellen Stand der Theorie, jedenfalls wie man ihn in den Büchern von John Nunn und Joe Gallagher dargeboten bekam.

Völlig anders lief es jedoch z.B. im QGD/Damenindisch. Schon damals stellte sich die Frage, ob man diesen gesamten Komplex nicht irgendwie “abklemmen” könne. Als Antwort bot sich hier Katalanisch und die Remisvariante nach Lg5 an. Das Ergebnis war eine Performance von 2255, zufällig auch über 12 Partien.

Ich hoffe man sieht, worauf ich hinaus will. Die Idee besteht ganz einfach darin, sich auf seine Stärken zu konzentrieren, und den Rest mit Hilfe von forcierten Remisvarianten auszublenden. Wenn man vom Gegner eine solche unangenehme Variante vorgesetzt bekommt, dann holt man damit 50%, zumindest in der Theorie. In der Praxis ist es natürlich nicht so einfach. Das habe ich selbst oft genug gemerkt, und die Idee nicht weiter verfolgt. Damals war mir allerdings noch nicht klar, dass dieser Ansatz im Spitzennivau an der Tagesordnung ist. Das habe ich erst gemerkt, als ich damit begann, solche Partien zu sammeln. Es gibt insoweit auch die “üblichen Verdächtigen”. Bei manchen glaubt man es gar nicht.

Wenn man das forcierte Remis sowohl als Waffe gegen Favoriten, als auch zum Risikomanagement einsetzt, ist die Thematik nicht zu unterschätzen. So blöd, wie er auf den ersten Blick wirkt, ist dieser Ansatz mit Sicherheit nicht. Er hat seine Berechtigung.

Wenn der Gegner solche Varianten vermeiden möchte, was natürlich möglich ist, muss er gewisse Zugeständnisse machen. Ob es ein Zugeständnis darstellt, z.B. im Spanier auf den Marschall-Angriff zu verzichten und dafür das Breyer-System zu spielen, ist fraglich, aber es kanalisiert zumindest den Vorbereitungaufwand. Marschall wird wegremisiert, im Breyer darf nichts anbrennen.

 
P.S.: In einem Banterblitz auf chess24 habe ich Svidler nach dem Stellenwert des “Freerolls” im Spitzenschach gefragt. Er meinte, das Konzept hätte durchaus eine Berechtigung, und verwies auf folgende Partie, in der Schwarz den Test nicht bestanden hat.

Aktuelles Beispiel

Ich nehme zur Demonstration des “Systems” eine aktuelle Partie, die gestern bei den German Masters der Frauen gespielt wurde. Hier zeigt sich, dass das Kriterium Königssicherheit in gewisser Weise eine selbsterfüllende Prophezeihung darstellt. Entweder ist der König sicher, oder nicht. Die Antwort kennt man in der Regel erst hinterher. Das heißt aber nicht, dass das Kriterium untauglich ist, sondern es ist letztlich eine Frage der konkreten Berechnung, bzw. des Stellungsgefühls (neuronales Netz, wie z.B. bei Leela).

Abschließend stellt sich noch die philosophische Frage, ob Josefine Heinemann verdient gewonnen hat. Heinemann kam besser aus der Eröffnung. Dann standen beide Seiten abwechselnd total auf Verlust. Heinemann hat es überlebt, Papp nicht. Darin kann ich einen Verdienst erkennen. Letztlich ist es egal.

Das System

Wie im letzten Beitrag erwähnt, geht es beim Schach ausschließlich darum, “gute” Züge zu machen, und davon möglichst viele hintereinander. Pläne sind dazu objektiv nicht erforderlich.

Wie findet man einen “guten” Zug?

Engines rechnen den besten Zug ganz einfach aus. Natürlich stellt sich insoweit in Frage, ob das auch Menschen tun können. Ein entsprechender Versuch wurde im Jahre 1960 unternommen.

Die Idee bestand darin, im Schach – ähnlich wie im Backgammon – einen Pointcount anzuwenden. Dazu wurden Stellungsmerkmale in statische Bauernwertigkeiten umgerechnet. Natürlich scheitert die Methode, wenn sich die Wertigkeiten während einer Partie dynamisch verändern, aber es ist schon mal ein sehr guter Ansatz. Stockfish arbeitet grundsätzlich auch mit statischen Wertigkeiten. Das geht sogar bis zur Wertigkeit einzelner Felder (Psqt mg).

Um eine Stellung zu bewerten, wird klassischerweise Bilanz gezogen. Was spricht für die eine Seite, was für die andere? Man listet die einzelnen Stellungsmerkmale in zufälliger Reihenfolge auf, und geht sie eines nach dem anderen durch. Das Problem dabei ist jedoch, dass irgendwie alles zu einem Einheitsbrei verschwimmt. Die offene Linie ist genausoviel wert, wie der rückständige Bauer, Raumvorteil, Entwicklungsvorsprung und alles andere auch. Irgendwie sieht alles gleich aus, und wird damit beliebig. Als Spieler steht man wie Buridans Esel vor den beiden Heuhaufen und kann sich nicht entscheiden. Jeder kennt aus den Blitzpartien im Verein, die “schwebende Hand”, die über dem Brett kreist.

Genau an dieser Stelle kommt Dorfmans “Methode” ins Spiel.

Der hat nämlich als erster Trainer eine Hierarchie der Wertigkeiten eingeführt. In seiner Methode der Stellungsbewertung dominieren bestimmte Faktoren alles andere, egal was der Pointcount sagt.

Sein erstes Kriterium ist selbstverständlich die Königssicherheit, denn mit dem König steht und fällt die Partie. Man kann das mit Art. 1 GG vergleichen. Die Würde des Königs ist unantastbar!

Sein zweites Kriterium ist die Materialverteilung. Wir erinnern uns an Botwinnik, der als Ziel im Schach, wenn der Horizont nicht bis zum Matt reicht, hilfsweise den Materialgewinn definiert hat. Platt formuliert: Wer mehr Klötzchen auf dem Brett hat, steht besser, egal wie ruiniert seine restliche Struktur dafür auch sein mag.

Das dritte Kriterium ist der Damentausch mit Übergang in ein besseres Endspiel. Auch hier handelt es sich nicht um Rocket Science. Wer diese Möglichkeit hat, steht besser (im Endspiel).

Das vierte Kriterium ist die Bauernstruktur. Wenn alles andere gleich ist, ist die Seite mit der besseren Bauernstruktur im Vorteil.

Mit diesen Kriteren lassen sich Stellungen bewerten. Aber was nützt das, wenn ich auf der Suche nach einem “guten” Zug bin? Das ist der Zeitpunkt für Chuchelov, bzw. für mein “System”.

Der letzte Schritt besteht nämlich darin, die Hierarchie in einen Suchauftrag, den Algorithmus zum Finden von Kandidatenzügen,  umzuwandeln. Das ist die große Erkenntnis, die derzeit von Chuchelov am weitesten und feinsten ausgearbeitet wurde.

Nun weiß ich leider nicht, was Chuchelov empfiehlt, aber meine “System”, basiert zumindest auf genau demselben Prinzip.

1. Kann man den gegnerischen König konkret angreifen? Droht der umgekehrt, den eigenen König konkret anzugreifen? Die Frage ist exorbitant wichtig, aber die Antwortet lautet fast immer Nein. Damit spielt dieses Krtierium in der Praxis zwar kaum eine Rolle, aber wenn es mal vorliegt, ist alles andere nebensächlich.

2. Kann man Material gewinnen? Das ist das Kriterium, das jeder Schachspieler berücksichtigt. Bei jedem Zug schauen wir, ob wir etwas gewinnen können. Wichtig ist dabei jedoch, dass es nicht nur um reine Figurenwerte geht. Für Dorfman zählt auch eine günstige Materialverteilung als Zugewinn. Als Klassiker wäre hier die typische Überlegenheit von Dame und Springer gegen Dame und Läufer zu nennen. Das Stichwort lautet: Überkompensation.

3. Kann man in ein besseres Enspiel abwickeln? Geschenkt!

4. Kann man seine Bauernstruktur verbessern? Oder kann man die Bauernstruktur des Gegners verschlechtern. Der zentrale Punkt ist dabei, dass die Bauernstruktur wichtiger ist, als die Stellung der Figuren. Das machen viele falsch. Sie stellen lieber ihre Figuren besser, als dass sie an ihre Bauernstruktur denken.

5. Der letzte Punkt ist die Makogonov-Regel: Wenn man nicht weiß, was man ziehen soll, stellt man seine schlechteste Figur besser. Das ist sozusagen die Auffang-Regel falls nix geht.

Wenn man diese Methode konsequent anwendert, zeigt sich ein unglaubliches Phänomen. Die Kandidatenzüge, die man so findet, entsprechen regelmäßig der Kandidatenliste von Engines. Wenn das mal nicht der Fall ist, dann liegt es zu 100% daran, dass man eine Taktik übersehen hat. Man spielt mit dem System wie eine Engine, oder man patzt. Genau das ist auch der Grund, warum Spieler, wie Caruana, bei Chessbomb, wo die Übereinstimmung mit dem Enginezug farblich angezeigt wird, praktisch nur tiefblaue und knallrote Züge (Blunder) machen.

Last but not least glaube auch ich, dass Rubinstein grundsätzlich nach dieser Methode gespielt hat. Es folgt mein Lieblingsbeispiel, bei dem man auch schön erkennt, was Rubinstein übersehen hat. In Chessbase sieht es zugegeben übersichtlicher aus, und natürlich sind das auch keine “normalen” Kommentare, sondern rein auf das System bezogen. Ich bitte insoweit um Nachsicht.

Abschließend noch ein Disclaimer: Mattangriff und Taktik dominieren alles, auch den Algorithmus. Wenn man im entscheindenden Moment schläft, nützt selbst die beste Methode nichts.

Der Plan im Schach

“Ein schlechter Plan ist besser als gar kein Plan”. Wer kennt es nicht, das berühmte Zitat? Von wem es stammt, ist unklar, und das nicht ohne Grund, denn dieser Rat kann extrem schädlich sein.

Leider gibt es keine Statistik dazu, wieviele Partien aufgrund von schlechten Plänen verloren wurden, aber ich vermute mal, eine Million kommt locker hin. Bermerkenswert ist auch der Umstand, dass Engines überhaupt nicht “planen” und dennoch Elo 3600 erreichen. Die machen einfach nur “gute” Züge, und davon sehr viele hintereinander. Hint!!!

Ich behaupte, dass man im Schach keinen Plan benötigt, man muss lediglich Plan haben. Klingt komisch, ist aber so. Die Suche nach Plänen ist komplette Zeitverschwendung. Das gilt sogar für das Endspiel, wo Engines bisweilen schwächeln. Im Endspiel besteht die übliche Methode letztlich auch nur darin, die Stellung in bekannte Muster zu überführen, wo man den Lösungsweg aus dem Gedächtnis reproduzieren kann. Sorry, aber einen genialen Plan kann ich darin nicht erkennen, das ist reine Transformation.

Bleibt noch eine Frage: Wie finde ich einen “guten” Zug? Das ist die Gretchen-Frage nach dem Suchalgorithmus.

Diese Frage hat sich schon Botwinnik gestellt, und dabei neidvoll auf Capablanca geschaut. Gelfand vertritt gerne die These, dass Rubinstein der Lösung sehr nahe gekommen sei. Neuerdings wird Chuchelov diesbezüglich sehr hoch gehandelt.

Fortsetzung folgt…

 
Nachtrag: Bent Larsen sah es offenbar ähnlich.


Quelle: ChessNow auf Youtube

Going the distance

As expected Carlsen-Nakamura goes through all seven sets. For today I expect Nakamura to get totally manhandled by Carlsen. I simply believe that Carlsen can win on demand against Hikaru. He is absoltuely untouchable, at least in this format. If it felt that Nakamura gave him a run for his money, then only because Carlsen wanted it to look that way. It’s a business after all and the show has jumped the shark a long time ago.

Update: Well, he could win and draw on demand, but it got as close as it could possibly get. Great event with a worthy finale!

Play it safe!